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Energieausweise: Ab Mai „neu“ geregelt

(ho) Alles Neue macht der Mai - auch beim Klimaschutz. Für Energieausweise ist Grundlage der Neuerungen das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vom 1. November 2020.

Was gilt jetzt?
Seit dem 1. Mai 2021 müssen die CO2-Emissionen in Wohngebäuden ausgewiesen sein. Das gilt für Immobilienbestände. Neubauten müssen diese Werte bereits seit dem 1. November 2020 in den zugehörigen Energieausweisen zeigen.
Bedeutung hat der CO2-Emissionswert für den Klimaschutz, aber über die CO2-Preisabgabe auf fossile Energieträger wie Öl und Gas auch auf die wirtschaftliche Belastung der einzelnen Haushalte.

Auf einer farbigen Skala von A+ bis H ist die energetische Qualität des Gebäudes veranschaulicht. Ein gut modernisiertes Einfamilienhaus soll üblicherweise in der Effizienzklasse C liegen. Sind energetische Optimierungen möglich, soll der Energieausweis entsprechende Modernisierungsempfehlungen beinhalten.
Auf diese Weise können Mieter und Käufer von Immobilien sehen, wie die energetische Beschaffenheit und damit die zukünftige wirtschaftliche Belastung für die Heizkosten einzuordnen ist. Wer seine Wohnung oder sein Haus selbst bewohnt, benötigt so lange keinen Energieausweis, wie er nicht vermieten oder verkaufen möchte.

Wie bisher sind die Energieausweise 10 Jahre gültig. Das gilt für die neuen und für die bisher ausgestellten Ausweise: Energieausweise, die ab dem 1. Oktober 2007 ausgestellt worden sind, gelten für eine Dauer von 10 Jahren ab Erstellung weiter.

Besonderheiten gelten für Neubau sowie für den Um- und Ausbau im Immobilienbestand. Wird neu gebaut, so hat der Eigentümer sicherzustellen, dass ihm unverzüglich ein Energieausweis ausgestellt und übergeben wird, wenn das Gebäude fertiggestellt worden ist. Das gilt auch, wenn bauliche Änderungen an Außenwänden, Fenstern, Türen und Dächern vorgenommen werden.
In diesen Fällen muss ein Energiebedarfsausweis erstellt werden.

Werden bestehende Gebäude verkauft, vermietet oder verpachtet, kann unter Umständen ein Verbrauchsausweis ausreichen. Das gilt für Gebäude mit 5 oder mehr Wohnungen oder für solche Gebäude, für die der Bauantrag ab dem 1. November 1977 gestellt wurde oder die bereits bei ihrer Fertigstellung dem Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 11. August 1977 entsprachen oder dieses Niveau durch spätere Änderungen erreicht haben.

Der Aussteller eines Energieausweises muss über die dazu notwendige Qualifikation verfügen (z. B. Architekten, Bauingenieure, qualifizierte Heizungsbauer, Schornsteinfeger). Für Neubauten bedarf es zusätzlich einer Erfüllungserklärung als öffentlich-rechtlicher Nachweis. Die Berechtigung für die Ausstellung der Abschlusserklärung ist landesrechtlich geregelt.

© Dr. Hans Reinold Horst

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