Haus & Grund Stade   >   Home

Boot - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Haus & Grund Stade informiert:

Urlaub in der Geschäftsstelle:

Vom 10. - 28.09.2018 bleibt die Geschäftsstelle geschlossen,
mit Ausnahme der Rechtsberatung, die mittwochs von 15.00 - 19.00 Uhr stattfindet.

Mietverträge und Formulare sind während dieser Zeit erhältlich bei:

  • Wellm-Wieboldt-Immobilien GmbH, Am Hagedorn 3, 21682 Stade
  • Fündling Bau GmbH - Immobilien, Am Wasser West 23, 21682 Stade

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Mietkaution: Wann kann der Mieter Freigabe der Sicherheit verlangen?

Der Wohnungsmietvertrag mit Kautionsabrede, erfüllt durch ein verpfändetes Sparbuch des Mieters, ist beendet. Der Vermieter will noch seine Nachzahlungsforderung mit der Kaution verrechnen. Der Mieter klagt auf Freigabe.

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Vorsorgevollmacht: „Theorie trifft Praxis!“

Nach heutiger Rechtsprechung reicht eine privatschriftlich erteilte Vorsorgevollmacht aus, um als Bevollmächtigter für den Aussteller der Vollmacht auch Bankangelegenheiten zu regeln und auf dessen Konten zuzugreifen. Trotzdem verlangen Kreditinstitute immer wieder beurkundete oder zumindest beglaubigte Vollmachten.

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Glas-Versicherungsklausel statthaft

Nur bei gewerblicher Vermietung sei es möglich eine Glas-Versicherungsklausel zu Lasten des Mieters zu vereinbaren, sagt das OLG Köln (22.07.2014 – 22 U 90/13 in ZMR 2016 Seite 537).

Es sei keine unangemessene Benachteiligung zu vereinbaren: „Der Mieter ist verpflichtet eine Glasversicherung für sämtliche Fenster-, Schaufenster- und Türscheiben der Mieträume in ausreichender Höhe auf eigene Kosten abzuschließen und dem Vermieter das Bestehen der Versicherung nachzuweisen. Geschieht dies nicht ist der Vermieter zum Abschluss einer Glasversicherung auf Kosten des Mieters berechtigt“.

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Erbschaftsteuer: Geerbtes Familienheim bleibt steuerfrei - immer?

Wohnen Ehegatten oder Lebenspartner mit dem späteren Erblasser bereits in einem Familienheim zusammen, so müssen sie den Erwerb dieses Familienheims durch Erbanfall nicht versteuern (§ 13 Abs. 1 Nr. 4b Satz 1 ErbStG). Erbschaftsteuer fällt dann für ein bereits selbst bewohntes und ererbtes Familienheim nicht an. Aber was, wenn das Familienheim noch nicht bewohnt ist?

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Kaution: Keine Verrechnung mit streitigen Ansprüchen

Während des Mietverhältnisses dürfe der Vermieter sich aus der Mieterseits gestellten Kaution nur wegen unstreitiger Forderungen befriedigen, sagt der BGH (07.05.2014 – VIII ZR 234/13 in ZMR 2014 Seite 619).

Gestritten wird darüber, ob dies auch gilt nach Beendigung des Mietverhältnisses. Das Landgericht Berlin sagt ja (20.07.2017 – 67 S 111/17 in ZMR 2017 Seite 730), die Kaution habe eine Sicherungs- und keine Befriedigungsfunktion. Wegen unstreitiger Ansprüche dürfe der Vermieter sich aus der Kaution befriedigen, handele es sich dagegen um streitige Ansprüche bestehe lediglich ein Zurückbehaltungsrecht.

Paragraphen - Copyright Sylvia Horst

Neueste Informationen zum Datenschutz:

Quelle:
Inka-Marie Storm
Haus & Grund Deutschland
© Haus & Grund Deutschland 8/2018

Alle Downloadformulare für Sie zum Download >>

Schlüssel - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Miete: Wohnungsschlüssel für Pflegedienst

Ist der Mieter betagt und beschäftigt er einen Pflegedienst zur Erbringung von Leistungen der Körperpflege oder der Sachpflege im Haushalt, so hat er gegenüber dem Vermieter Anspruch auf Aushändigung eines weiteren Wohnungsschlüssels zur Übergabe an diesen Pflegedienst.

Allerdings muss er die Kosten dafür tragen, wie das Amtsgericht (AG) Gelsenkirchen mit Urteil vom 5.8.2014 (Az. 210 C 147/13, WuM 2014, S. 689) entschied. Genauso kann er auch einen Schlüssel für seinen Sohn zusätzlich vom Vermieter auf eigene Kosten verlangen. Selbstverständlich muss er sämtliche Wohnungsschlüssel zurückgeben, wenn der Mietvertrag endet; dies auch dann, wenn er sie (teilweise) selbst bezahlt hat.

Müll - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Kündigung wegen Messiewohnung

Lagere der Mieter übermäßig Gerümpel und Müll in der Wohnung und beheize ungenügend, so liege die erhebliche Schadengefährdung der Mietwohnung auf der Hand.

Diese „Messiewohnung“ könne wegen erheblicher Pflichtverletzung nach § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB mit 3-Monatsfrist gekündigt werden, sagt das Amtsgericht Neustadt an der Aisch (25.08.2016 – 1 C 321/15 in WM 2017, Seite 196).

Vererben - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Erbrecht: „Alles, was ich habe!“

„Alles, was ich habe, sollst Du bekommen.“ Ist der Zeitpunkt einer Vermögensübertragung in einer solchen Vereinbarung nicht auf den Tod fixiert, so handelt es sich um einen Schenkungsvertrag, nicht um eine Verfügung von Todes wegen.

weiter >>

Paragraph - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Persönlichkeitsrecht: Eigentümerlisten mit E-Mail-Adresse?

Unter der Geltung des neuen Datenschutzrechts seit dem 25. Mai 2018 bekommt die Entscheidung des Amtsgerichts (AG) Düsseldorf besonderen Stellenwert. Denn das Gericht hat den WEG-Verwalter ausdrücklich davon befreit, dem Verwaltungsbeirat oder anderen Wohnungseigentümern aktualisierte Eigentümerlisten mit aktuellen E-Mail-Adressen zur Verfügung zu stellen.

weiter >>

Testament - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Erbrecht: Testament im Original notwendig?

Es gibt zwei verschiedene Testamente. Das neuere allerdings nur als Kopie. Ist sie gültig?

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Erbrecht: Raus mit der Sprache!

Erben müssen Pflichtteilsberechtigten Auskünfte darüber geben, ob es vor Eintritt des Erbfalls Schenkungen an Dritte gegeben hat.

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Ohne Beleg-Einsicht keine Nachzahlung

Trotz Aufforderung wird Beleg-Einsicht zur Betriebskostenabrechnung nicht gewährt. Der Vermieter klagt auf Nachzahlung, der Mieter sagt, ohne Vorlage der Belege sei er hierzu nicht verpflichtet.

Ja, urteilt der BGH (07.02.2018 – VIII ZR 189/17 in MK 2018, Seite 114), der Mieter müsse sich Klarheit darüber verschaffen können, ob der Gesamtverbrauchswert mit der Summe der Verbrauchsdaten der anderen Wohnungen übereinstimmt. Zu klagen ohne Einsicht in die Belege zu ermöglichen verstoße gegen den Grundsatz von Treu und Glauben nach § 242 BGB, dies sei unzulässige Rechtsausübung. Die Weitergabe der Drittdaten bzw. deren Belegvorlage an den Mieter verstoße nicht gegen die Datenschutzgrundverordnung, sie rechtfertige sich aus Artikel 6 Abs. 1 c Datenschutzgrundverordnung.

Recht - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Betriebskosten nach tatsächlicher Wohnfläche abrechnen – 10 %-Grenze gilt nicht mehr

Viele Jahre hat es der BGH für zulässig erachtet, wenn bei der Betriebskostenabrechnung eine vereinbarte Wohnfläche herangezogen wird, die bis zu 10 % höher ist als die tatsächliche Wohnfläche. Mit dieser Karenz hat es jetzt ein Ende.

Der BGH sagt (30.05.2018 – VIII ZR 220/17), allein die tatsächliche Wohnfläche sei maßgeblich als objektiver Wert für den Wohnflächen-Verteiler nach § 556 a BGB, wenn kein anderer Abrechnungsschlüssel im Mietvertrag festgelegt ist. Diese Rechtsprechung ist deckungsgleich mit der BGH-Entscheidung bei Mieterhöhungen, tatsächliche Wohnfläche ist heranzuziehen (BGH 18.11.2015 – VIII ZR 266/14).

Dr. Hans Reinold Horst - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Nachlese: Landesverbandstag in Braunschweig am Sonnabend, 23. Juni 2018

Eine Chance für bezahlbaren Wohnraum - Senkung von Baukosten- und Abgabenlasten!
Anlässlich seiner Jahrestagung in Braunschweig am 23. Juni 2018 stellt der Landesverband Haus & Grund Niedersachsen e.V. seine Kernforderungen zur aktuellen und zukünftigen Wohnungspolitik vor.

weiter >>
Diashow zum Landesverbandstag >>

Dr. Christian Pape
Geschäftsführer der Wohnstätte Stade, Dr. Christian Pape

Sonderveranstaltung Haus & Grund Stade e.V.
Thema: „Datenschutzgrundverordnung – was müssen Vermieter wissen?“

Für das hochaktuelle Thema „Datenschutz“ konnte Dr. Christian Pape, Geschäftsführer der Wohnstätte Stade e.G., als Referent gewonnen werden. Er erklärte, wie Vermieter mit dem Datenschutz umgehen sollten, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

weiter >>

BGH - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Hausbesetzung – keine einstweilige Verfügung gegen Unbekannt

Gegen unbekannte Hausbesitzer vorzugehen ist nicht einfach. Ein Eigentümer beantragt einstweilige Verfügung gegen Unbekannt, da ihm die Besetzer seines Hauses mit unterschiedlichen Nationalitäten nicht bekannt sind.

Der BGH (13.07.2017 – I ZB 103/16 Mietrecht kompakt 2018, Seite 22) lehnt einstweilige Verfügung ab, eindeutige Bezeichnung des Schuldners im Vollstreckungstitel / in der Vollstreckungsklausel gemäß § 750 Zivilprozessordnung (ZPO) sei auch dann notwendig, wenn die Räumungsvollstreckung ein rechtswidrig besetztes Grundstück betreffe. Auch wenn es ohne polizeiliche Hilfe nicht möglich ist die Schuldner (Hausbesetzer) namentlich zu bezeichnen, komme ein Verzicht auf dieses gesetzliche Erfordernis nicht in Betracht, auch wenn der Eigentümer zivilrechtlich rechtlos gestellt ist, Räumung könne nach Polizei- und Ordnungsrecht erfolgen.

Baumschnitt - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Nachbarrecht: Baumschnitt - wer bezahlt?

Vom Grundstück des Eigentümers E wachsen Baumäste in den öffentlichen Straßenraum hinein. Die Gemeinde bestellt einen Landschaftsgärtner und beauftragt ihn mit dem Rückschnitt. Die anfallenden Kosten werden E aufgegeben. Er wehrt sich dagegen.

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Kaution: Ausgleichsanspruch im Scheidungsfalle?

Ehemann E mietet für seine Ehefrau und sich eine Wohnung. Die vereinbarte Mietkaution stellt er ebenso alleine. In der Folgezeit trennen sich E und F, E zieht aus. F übernimmt die Wohnung als Mieterin auf der Grundlage einer Abrede mit Vermieter V und dem ausziehenden E. E verlangt die Kaution von V heraus. V weigert sich, E klagt.

weiter >>

Mietvertrag - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Ausbau des Spitzbodens

Der Vermieter möchte den Spitzboden ausbauen, wobei der Grundriss und der Zuschnitt der Wohnräume nebst Bad verändert und eine neue Terrasse angelegt werden soll nach Abriss vorhandener Veranda.

Der Mieter verweigert die Duldung dieser Modernisierung.

Zu Recht, sagt der BGH (21.11.2017 – VIII ZR 28/17 in Mietrecht kompakt 2018, Seite 25), Duldung der Modernisierung sei nicht nicht geschuldet, weil die Wohnung grundlegend geändert werde und mit der gemieteten Wohnung nicht mehr verglichen werden könne.

Dr. Hans Reinold Horst - Copyright Sylvia Horst
Dr. H-R Horst,
Vors. Haus & Grund NDS
Bild: © Sylvia Horst

Nachlese: Jahreshauptversammlung Haus und Grund Stade e.V. vom 12.04.2018

„Die Rolle der Immobilie bei Trennung und Scheidung“ war das Thema eines Vortrages, zu dem Haus & Grund Stade e.V. anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 12.04.2018 ins Inselrestaurant einlud. Als Vortragsreferenten konnte Vereinsvorsitzender Günther Jahnke den Vorsitzenden des Landesverbandes Haus & Grund Niedersachsen, Herrn Rechtsanwalt Dr. Hans Reinold Horst, begrüßen.

weiter >>

Bagger - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung:

Am 05.06.2018 findet eine Anhörung im Nds. Landtag zu dem Gesetzesentwurf statt.

Die IG Schölischer Straße / Stade hat einen Bus organisiert um möglichst viele Interessierte zu mobilisieren. Anmeldungen können bei Sven Feldmann oder im Hotel Vier Linden getätigt werden.

weiter >>

Zaun - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Nachbarrecht: Grenzzaun – BGH 20.07.2017

Gestritten wird darüber, ob der Eigentümer auf seinem eigenen Grundstück neben dem bestehenden Grenzzaun aus Maschendraht eine eigenen Sichtschutzzaun setzen darf.

Nein, sagt der Bundesgerichtshof (20.10.2017 – V ZR 42/17), es sei ein Grenzzaun unter den Nachbarn errichtet, Änderung des Erscheinungsbildes durch einen weiteren Zaun verändere das Erscheinungsbild der Grenzanlage im Sinne von §§ 921, 922 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), dies sei nur in Absprache mit dem Nachbarn zulässig.

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Mieterhöhung: Zustimmung durch dreimalige Zahlung der erhöhten Miete?

Der typische „Klassiker“: Der Vermieter überreicht dem Mieter eine Mieterhöhung und bittet um Zustimmung, der Mieter reagiert nicht, zahlt aber den verlangten erhöhten Betrag mehrfach hintereinander. Liegt darin eine Zustimmung „zwischen den Zeilen“, die eine ausdrückliche Erklärung der verlangten Zustimmung ersetzt?

weiter >>

Zigarretten - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Rauchen auf der Terrasse des Nachbarhauses

Nach §§ 862, 858 BGB besteht eine Unterlassungsanspruch gegen den Nachbarn eines Reihenhauses, der auf der Terrasse raucht.

Allerdings sei ein Interessenausgleich des Rauchenden mit dem beeinträchtigten Nachbarn vorzunehmen, sagt das Landgericht Dortmund (08.07.2017 – 1 S 451/15 in Mietrecht kompakt 2018, Seite 20). Das Gericht löst diesen Interessenausgleich dahingehend, dass es dem rauchenden Nachbarn gestattet wird im 3-Stunden Takt zu rauchen.

Bank - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Nachbarrecht: „Guten Weg!“

Einem Nachbarn stand ein Wegerecht über das Grundstück einer Wohnungseigentümergemeinschaft zu. Benutzen heißt aber nicht dekorieren, wie der BGH klarstellt. Der Wegeberechtigte darf deshalb keine Holzwand, Blumenkästen und Blumenkübel oder ähnliche Dekorationen und auch keine Gartenbank und keine Figuren aufstellen.

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Miete gezahlt ohne Monatsangabe

Bei Mietzahlungen ist es Angelegenheit des Mieters anzugeben für welchen Monat er zahlt, § 366 Abs. 1 BGB. Versäumt er dies, so geht das Bestimmungsrecht verloren und ist der Vermieter berechtigt zu bestimmen für welchen nicht gezahlten Monat die Zahlung gilt, § 366 Abs. 2 BGB.

Aber:
Von „konkludenter Bestimmung ist auszugehen, wenn die Miete punktgenau zum Fälligkeitszeitpunkt gezahlt wird, z. B. am 05.10., wenn im Vertrag bestimmt ist, dass bis zum 3. Werktag gezahlt werden muss. In diesem Fall gilt die Miete für Oktober und ist der Vermieter nicht berechtigt die Zahlung für ältere Schuld zu verrechnen (LG Frankfurt, 28.03.2013 – 15 S 132/11).

Haus - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Wohnungseinbruch: Stehlgutliste

Die AGB der Hausratversicherungen fordern, schnellstens eine Stehlgutliste einzureichen.

Ist die AGB wirksam? >>

Mietvertrag - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Haushaltsnahe Dienstleistungen vom Vermieter auszuweisen

Gestritten wird darüber, ob der Mieter von seinem Vermieter verlangen kann, in einer Betriebskostenabrechnung bestimmte Kosten so aufzuschlüsseln, dass sie gegenüber dem Finanzamt als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuerschuld abgezogen werden können.

Ja, urteilt das Landgericht Berlin (18.10.17 – 18 S 339/16 in MK 12/2017, Seite 201). Der Mieter müsse aus der Betriebskostenabrechnung ersehen, welche Dienstleistungen erbracht und welche Beträge dafür aufgewandt sind.

BGH - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Kündigung durch Bausparkasse

Streitig ist, ob die Bausparkasse von sich aus den Bausparkassenvertrag mit dem Kunden kündigen darf.

Ja, sagt der BGH (21.02.2017 – XI ZR 185/16 und 21.02.2017 – XI ZR 272/16), dies gelte für den Fall, dass der Vertrag seit mindestens 10 Jahren zuteilungsreif ist. Gesetzlich sei dieses Kündigungsrecht gemäß § 489 BGB geregelt für den Darlehnsnehmer und nicht für die Bausparkasse als Darlehensgeber. Analoge (entsprechende) Anwendung sei für den umgekehrten Fall gerechtfertigt, weil der Normzweck des Darlehnsgebers (Bausparkasse) deckungsgleich ist mit dem Recht des Darlehnsnehmers nach Ablauf von 10 Jahren nach Empfang des Darlehns zu kündigen.

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Mietminderung: Reduzierte Quote bei Mitverantwortlichkeit des Mieters

Ist der Vermieter für einen eingetretenen Mangel der Mietsache verantwortlich, so kann der Mieter die Miete so lange mindern, bis der Mangel abgestellt ist. In der Praxis lässt sich die Frage der Verantwortlichkeit nicht immer so sauber abgrenzen. So auch nicht in dem folgenden Fall:

weiter >>

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Bestattungskosten: „Stoppschild“ für das Sozialamt

X ist in einem Altenpflegeheim untergebracht. Dafür erhält sie vom Sozialhilfeträger Zuzahlungen. Vor ihrer Aufnahme schließt sie einen Bestattungsvorsorgevertrag ab und zahlt zur Finanzierung ihrer Beerdigung 6300 € auf ein Treuhandkonto ein. Der Sozalhilfeträger will den Betrag nicht als Schonvermögen anerkennen.

weiter >>

BGH - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

BGH: Immobilienanzeigen – Energieverbrauch

In der Tageszeitung hat ein Immobilienmakler Wohnungen zur Miete oder zum Kauf angeboten ohne den Energieverbrauch anzugeben, er wird verklagt wegen Verstoßes nach § 16 a EnEV es künftig zu unterlassen diese Anzeigen zu veröffentlichen ohne Angaben zum Energieausweis.

Ja, sagt der BGH, werde die gesetzliche Pflichtangabe über den Energieverbrauch in der Anzeige unterlassen, so fehle eine wesentliche Information, die zur Klage wegen Unterlassung nach § 5 a Abs. 2 UWG berechtige. Zu diesen Informationen gehörten nach Art. 12 Richtlinie 2010/31/EU Angaben zur Art des Energieausweiseswesentliche EnergieträgerBaujahr des WohngebäudesEnergieeffizienzklasseWert des Energiebedarfs oder Endenergieverbrauchs (BGH 05.10.2017 – I ZR 229/16 in Mietrecht kompakt 2017, Seite 181).

Geld - Copyright Sylvia Horst
Bild: © Sylvia Horst

Schadensersatz: Gesetzliche kurze Verjährung für Ansprüche des Vermieters gilt!

Das bestehende Wohnungsmietverhältnis wird gekündigt. Der nun ehemalige Vermieter V verklagt seinen ehemaligen Mieter M auf Schadensersatz. M beruft sich auf Verjährung, V dagegen auf die Verlängerung der gesetzlichen Verjährungsfrist von sechs Monaten (§ 548 Abs. 1 BGB) auf zwölf Monate durch eine im Mietvertrag enthaltene Bestimmung.

weiter >>

Wasserhahn - Copyright Sylvia HorstBild: © Sylvia Horst

WEG: 14.000 € geschuldet – Wasserversorgung gesperrt

Weil ein Wohnungseigentümer sein Hausgeld an den Verwalter der Wohnungseigentumsanlage nicht zahlt und wegen des Rückstandes von 14.000 € die Wasserversorgung gesperrt wird, erleidet ein anderer Wohnungseigentümer Verluste durch fehlende Mieteinnahmen. Hierfür macht er den säumigen Eigentümer verantwortlich und fordert Schadenersatz.

Nein, sagt der BGH (10.02.2017 – V ZR 166/16 in Mietrecht kompakt 2017, Seite 182), dieser Anspruch könne nicht von dem einzelnen Wohnungseigentümer geltend gemacht werden, vielmehr sei allein die Wohnungseigentümergemeinschaft (vertreten durch die Verwaltung) berechtigt diesen Anspruch einzuklagen.

Bernhard Schröder
Ehrenvorsitzenden Bernhard Schröder

Sonderveranstaltung Haus und Grund Stade e.V.
Immobilienbesitzer und Ortssatzungen

Am 15.11.2017 fand vom Verein Haus und Grund Stade e.V. eine Sonderveranstaltung zum Thema „Immobilienbesitzer und Ortssatzungen“ in der Gaststätte Vier Linden in Schölisch statt.

Zur Sonderveranstaltung >>

Hamburg - Binnenalster
Bild: © Haus & Grund Stade

Tagesausflug zur Alsterfahrt in Hamburg

Die diesjährige Gemeinschaftsfahrt von Haus und Grund Stade führte uns nach Hamburg. Wie schon in den 34 Jahren zuvor, hatte unser Ehrenmitglied Rudolf Möller die Organisation übernommen.

weiter mit Bildern >>

RA A.L. Schröder
Referentin: Frau Rechtsanwältin und Notarin A. L. Schröder
Bild: © Haus & Grund Stade

Sonderveranstaltung des Vereins fand großen Zuspruch

„Erben und Vererben - Worauf müssen Immobilieneigentümer achten?“ war das Thema der Sonderveranstaltung des Vereins Haus & Grund Stade am 14.06.2017, 18.30 Uhr in der Gaststätte „Vier Linden“ in Stade-Schölisch.

Der 1. Vorsitzende Günther Jahnke begrüßte mehr als 100 Zuhörer und als Referentin Frau Rechtsanwältin und Notarin Andrea Luise Schröder aus der Anwaltskanzlei Eylmann – Schröder in Stade. Als Gast konnte G. Jahnke den Schatzmeister Jürgen Dahmen vom Nachbarverein H&G Buxtehude begrüßen.

weiter >>

Kurznachrichten

Rauchen auf dem Balkon: Mietminderung?

Rauchen auf dem Balkon kann der Vermieter rechtlich nicht verbieten. Möglich ist es jedoch, dass der darüber wohnende Mieter sich dadurch erheblich gestört fühlt und deshalb die Miete mindert. 5 % sei angemessen, sagt LG Hamburg (1 S 92/10).


Schimmelvermutung

Unter der Balkontür hat sich Feuchtigkeit gesammelt und das Parkett leicht verfärbt, der Mieter vermutet Schimmelbildung unter dem Parkett und mindert die Miete. Nein, urteilt AG München (474 C 2793/12), die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung sei durch die Verfärbung nur unerheblich i. S. v. § 536 BGB beeinträchtigt, dies muss der Mieter hinnehmen. Dass Schimmel unter dem Parkett vermutet wird, genüge nicht die Miete begründet zu mindern.

Anbieterkennzeichnung | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Haftungsausschluss
Home | Kontakt | Presse

 

Unsere Partner:
Logo - Roland